Belladonna-Spells of Fear
Da ist er wieder, der Ex-Anthrax-Stimmband-Schänder. Erwartungsvoll habe ich den Silberling in den Player gelegt und ab ging es in bester Powermetal-Manier. Der Opener geht sofort ins Ohr und auch in den Körper. Die Songs sind durchweg sehr eingängig und halten sich im Midtempo-Bereich auf. Joey liefert uns hier straighten, traditionellen US-Powermetal mit tierischen Grooves und Breaks. Auffällig ist, dass sich der Meister von stimmlichen Extremlagen fernhält. Aber auch er ist zwischenzeitlich nicht mehr der Jüngste. Gelegentlich fühlt man sich an die zahmeren Sachen der älteren Anthrax erinnert, aber nur im weitesten Sinne, den mit deren Trash hat dieses Album absolut gar nichts zu tun. Vielleicht liegt es auch einfach nur an seiner unverkennbaren Stimme. Letztendlich ein ganz ordentliches Metalalbum, auf dem nichts Neues geboten wird. Dazu ist Joey wahrscheinlich - vielleicht kann man es ja auch positiv sehen - einfach zu bodenständig. Wer auf den 80er US-Powermetal steht, sollte das Teil einfach mal anchecken.
8,0 Punkte
Marco.