Destillery-Immortal Sun

Wow, da hat das Iron Glory-Label von Sacred Steel-Gitarrist Jörg M. Knittel eine nette Perle in der Auster. Diese blutjunge Newcomerband aus Marl macht echt Laune. Destillery spielen astreinen Power/Truemetal und das sogar sehr gut. Schade nur das die Produktion etwas dünn geraten ist. Aber wenn die Jungs das Budget gehabt hätte, was so manche gehypte Band in diesem Sektor hat, dann hätten wir hier vielleicht den nächsten Senkrechtstarter. Vorsicht, Reviews sind natürlich subjektiv, aber mir gefallen die Jungs eben. Das wird man wohl auch mal sagen dürfen. Natürlich klingen die Bass- und Melodylines irgendwie nach Iron Maiden. Aber macht das was, wenn die eisernen Jungfrauen selbst keine solch anheizende Mucke mehr machen? Und ist es negativ, wenn ein Sänger -vor allem in den hohen Tonlagen- so klingt wie der junge Bruce Dickinson? Auf jeden Fall bieten die Jungs hervorragenden, kurzweiligen Speed/Powermetal, wie es auch Bands wie Labyrinth tun. Der Silberling ist absolut erfrischend und lief bei mir erst einmal zigmal hintereinander durch die Boxen. Eingängige Melodien, schöne Soli, eine für eine Newcomerband überdurchschnittliche Gesangsleistung, was will man mehr? Als Hörer sind wir auch auf frisches Blut angewiesen, also sollten wir ihm eine Chance geben. Innovation gibt es hier nicht, aber gibt es die bei Hammerfall? Die fünf bringen auf jeden Fall den Spaß, den sie an der Musik haben, ungefiltert rüber. Also alle Power/Truemetalfans sollten das Teil auf jeden Fall zumindest mal anchecken.

Von mir gibt es für die Freude, die mir das Teil machte eine 9 oder 90 %.
Marco.