James Murphy-Feeding the Machine
Viele von Euch kennen James vielleicht schon von seiner Arbeit bei Death (Spiritual Healing), Obituary (Cause of Death) und seiner Live-Arbeit bei Agent Steel. Daneben ist der Gute auch noch auf dem "Low"-Album von Testament sowie dem "Live at the Filmore" vertreten. Dementsprechend kann er auch auf zahlreiche Unterstützung bei diesem -seinem zweiten- Solo-Album zurückgreifen. Chuck Billy (Vocals/Testament), Deen Castronovo (Drums/Ozzy Osbourne), Chris Kontos (Ex-Machinehead), Trend Gardner (Magellan) u. v. a. wirken auf diesem, für mich wirklich begeisternden Silberling mit. Als erstes fällt einem eine powervolle, excellente Produktion auf, die einen Druck entfacht, daß einem schier die Speaker gegen die Wand drücken. Im Grunde handelt es sich zwar um ein Guitar-Hero-Album, aber was für eines. Nachdem ich nicht unbedingt Fan solcher Sachen bin, hat mich das Maschinenfüttern regelrecht umgehauen. Bei den zehn Songs handelt es sich um fünf Instrumentals und die genialen Cover "Race with the Devil on a spanish Train" (Al di Meola) sowie "Odyssey" (Dixie Dregs) sowie drei weitere Songs aus seiner Feder. Die Platte ist unheimlich abwechslungsreich und bietet neben gelegentlichen DeathMetal-Riffs, tierischem Groove, geilen Trashsongs (vor allem wenn Chuck Billy singt), unheimlich viele melodische Parts ohne jemals ins gitarristenübliche Gefrickele abzudriften. Als Vergleich kann ich an manchen Stellen höchstens Yngwie Malmsteen goes TrashMetal anbieten. Hinzu kommen vereinzelt experimentelle Teile wo z. B. knallharter Metal mit afrikanischen Kongarhythmen verschmolzen wird. Ihr merkt es vielleicht schon, es ist unheimlich schwierig, dieses Album zu beschreiben, ohne eine Doktorarbeit daraus zu machen. Dies liegt daran, das es einfach einzigartig ist. Für mich DAS gitarrenorientierte Album der letzten Jahre. Wer auf melodischen Trash oder Powermetal steht, sowie Progfans, die auch mal Härteres als Dream Theater hören, ist/sind hier absolut an der richtigen Adresse.
13 Punkte (? Red.)
Marco.