Necrodeath-Into the Macabre


Bei Necrodeath handelt es sich um eine, neben Death SS, der dienstältesten italienischen Metalbands. Die Band wird von vielen der heutigen Szeneheroes (u. a. Mayhem, Cradle of Filth, Immortal, Cannibal Corpse) als Einfluß genannt. Das vorliegende Album ist ein Rerelease des 87er Debüts und enthält traditionellen Deathtrash erster Stunde. Anstatt wie viele Bands heutzutage kühle Athmosphäre zu verbreiten, kommt dieses Album brutal und unheimlich aggressiv daher. Aus diesem Grund geht es auch heute noch als überdurchschnittliches Extremmetal-Scheibchen durch. Wer auf extremen Trash/Powermetal mit erfrischend anders klingendem Gesang steht, der sollte auf jeden Fall mal reinhören. Gerade der Gesang, der gelegentlich an die ganz alten Runnig Wild oder Celtic Frost erinnert, macht mir viel Spaß, so ist er doch eine nette Abwechslung zu hysterischem Gekreische oder tiefen Gegrunze. Nichts desto trotz klingt er nicht weniger brutal. Die Songs sind in der Regel sehr einfach aufgebaut, aber trotzdem mit Breaks zwischen Blastgebolze und Midtempo ausgestattet. Gerade die Einfachheit verleiht der Scheibe aber auch eine unheimliche Eingängigkeit und Mitgehfaktor. Schade nur, die wenig transparente Produktion. Wer auf die alten Slayer und auch Posessed steht liegt hier genau richtig. Aggression direkt in die Fresse. Ich bin tierisch gespannt auf das Comeback-Album der Jungs, welches dieses Jahr auf uns losgelassen werden soll.

8,0 Punkte

Marco.