Postmortem-Repulsion
Die Berliner Extrem-Trasher schlagen wieder zu. Und zwar mit 18 Songs in
65 Minuten. Manche Band aus diesem Stilbereich hätte da locker zwei
CDs draus gemacht. Die Scheibe geht mit einem brutalen, stampfenden
Death-Trash-Song los. Dieser zeigt gleich wo es lang geht. Einfache, aggressive
und knallharte Songs mit eingängigen Refrains und der Abwechslung wegen
dem ein oder anderen Tempowechsel. Die Scheibe ist sehr riffbetont, mancher
der Songs geht aber trotzdem sofort ins Ohr. Schade nur, die etwas schwache,
matschige Produktion. Das AC/DC-Cover "Sin City" zeigt, daß sich die
Band zwischenzeitlich auch vom Death´n Roll-Hype anstecken hat lassen.
Deshalb fühlt man sich auch gelegentlich an CrackUp erinnert. Insgesamt
bietet man zwar brutale Härte, aber an "Age of the Massmurder" kommt
dieses Teil, meiner Meinung nach, nicht heran. Irgendwie ist die dunkle und
böse Athmosphäre verloren gegangen. Etwas mehr Innovation und Spannung
hätten hier gutgetan. Merke, Quantität ist leider nicht Qualität.
65% oder 6,5 von 10 Punkten.
Marco.