Thyrfing-Valdr Galga

Die Vikingmetaller, die bereits mit dem letzten Album ganz gut auf sich aufmerksam machten, legen nun nochmal nach. Die CD startet mit einem bombastischen Schlachten-Intro welches gleich in den Opener übergeht. Dieser wird von schönen Chören und Bläsern dominiert und erinnert dadurch an die Melodic-Metaller Rhapsody. Spätestens bei Einsetzen des typischen Growlgesangs wird dieser Vergleich jedoch weggewischt, so dass man sagen kann, Thyrfing sind höchstens die Rhapsody des Vikingmetals. Die Songs sind durchgehend sehr hymnisch und zumeist auch eingängig trotz vieler Breaks, Tempiwechsel und Folkeinflüsse. Aber keine Angst, auch die Brutalität und so mancher Double Bass-Einsatz kommen nicht zu kurz. Mit traditionellem Blackmetal hat dies alles nur noch wenig zu tun, so dass die meisten Die-Hard-Fans wohl auch nicht viel damit anfangen werden können und auch dieser Band Verrat und Kommerzialität vorwerfen werden. Insgesamt handelt es sich um ein gutes Album mit teilweise hervorragenden Arrangements. Wie jedoch auch bei Rhapsody, geht relativ schnell die Spannung vorbei, da die Songs zwar sehr melodisch und eingängig sind, sich mit der Zeit jedoch sehr schnell abnutzen. So treten auch bereits gegen Ende der CD Längen auf, über die die Synthesizer und Keyboards nicht hinweghelfen können. Ferner können nicht alle Songs das Qualitätsnivieau der ersten drei Lieder halten. Aber vielleicht kann man auf Grund der dargebotenen Qualität zumindest den ein oder anderen Fan hinzugewinnen. Blackmetalfans, die auch mit eingängigen Songs leben können oder tolerante Metaller, die auf Bombast stehen, sollten die CD auf jeden Fall mal anchecken.

7,5 Punkte
Marco.